Rennwagen am FAG
Zwei Studenten vom Rennteam der Uni Stuttgart, Leon Baric und Luca Granata, waren am 18. Februar am FAG, um ihren Rennwagen vor Schülererinnen und Schülern der Oberstufe des NwT-Kurses vorzustellen. Das Rennteam, seit kurzem auch das GreenTeam, findet sich jedes Jahr neu zusammen, um einen Rennwagen zu bauen, der bei der „Formula Student“ antritt.
Bei der „Formula Student“ handelt es sich um einen internationalen Konstrukteurs-Wettbewerb für Studierende. Ziel ist es innerhalb eines Jahres einen Rennwagen selbst zu konstruieren und zu fertigen. Der Rennwagen wird bei internationalen Wettbewerben in mehreren Kategorien bewertet, unter anderem in den Bereichen Beschleunigung, Autocross und Effizienz.
Studierende der Uni Stuttgart nehmen seit 2005 an dem Wettbewerb teil, seit 2009 gründete sich das GreenTeam, das seither in der Sparte Elektro antritt (das Verbrenner-Aus fand bei der Formula Student bereits im Jahr 2023/24 statt). Das Team tritt auch in der Sparte Driverless an, das heißt der Rennwagen kann auch ohne Fahrer betrieben werden. Das Rennteam und das GreenTeam können zusammen auf eine erfolgreiche Vergangenheit blicken. Insgesamt haben beide Teams an 111 Wettbewerben teilgenommen und dabei 39 Gesamtsiege, 15 zweite Plätze und 19 dritte Plätze erzielt. Des Weiteren schafften sie es elf Mal an die Spitze und holten den Weltmeistertitel nach Stuttgart. 2022 stellten sie den Beschleunigungsweltrekord ein mit 1,4s von 0 auf 100km/h.
Das Fahrzeug hat ein Chassis aus Vollcarbon und ist bis zu den Motoren hin selbst entwickelt. Wenn man es sich anschaut, ist es kaum zu glauben, dass dieses hochtechnische Gefährt in quasi nur einem Dreivierteljahr entwickelt und gefertigt wurde. Dazu braucht es ein gut funktionierendes Team aus ca. 60 Studenntinnen und Studenten und eine effiziente Arbeitsteilung.
Leon ist Masterstudent der Luft- und Raumfahrttechnik und nimmt sich ein ganzes Jahr Pause, um sich im Rennteam in Vollzeit einzubringen. Luca studiert Fahrzeugtechnik und nimmt parallel noch an Vorlesungen seines Bachelorstudiums teil. Beide zeigen, dass Technikbegeisterung auch im Studium in Wettbewerben praktisch ausgelebt werden kann. Voller Stolz präsentierten sie ihren Rennwagen, die Probleme, die sich bei der Entwicklung ergaben und die Lösungen, die dafür gefunden wurden.
Die FAG- Schülerinnen und Schüler zeigten sich äußerst interessiert und stellten viele Nachfragen. Kontakte wurden geknüpft zum Austausch zwischen dem Rennwagenteam und dem Schülerteam des Aero-Projektes. „Das war am heutigen Tag die interessierteste Schülergruppe.“, zeigten sich Leon und Luca begeistert, nachdem sie schon einen Besuch in Mühlacker und am Stromberg-Gymnasium hinter sich hatten. Das FAG wünscht den beiden viel Erfolg bei den anstehenden Wettbewerben in den Niederlanden, in Österreich und am Hockenheimring!

Im Hauptgebäude ging es gleich mit den Sprachen los: Französisch, Italienisch, Englisch und Latein – alle sprachlichen Fächer hatten sich mit kurzen Quiz, Liedern und kulturellen Besonderheiten auf die Viertklässler vorbereitet. Die Lateiner beeindruckten mit dem alten Rom nachgebauten Kulissen und traditioneller Kleidung, die Franzosen bestachen mit Madeleines, dem traditionellen französischen Gebäck. Für die englischsprachigen Fächer ging „Sally“, die kleine Plüschrobbe, ins Rennen und sorgte für viel Spaß.
Die jungen Gäste zeigten sich im Erweiterungsbau begeistert vom Bedrucken oder Bemalen ihrer FAG-Stofftaschen, eine Attraktion, die die Kunst für den Besuch vorbereitet hatte, aber auch beim Herstellen eines Lavendel-Duftes unter der Leitung der Lehrerinnen Sarah Autenrieth und Alexandra Wilhelm oder angesichts der Experimente, die in der Physik von Frau Sabrina Wiggers und Herrn Martin Boschert vorgeführt wurden.
Eine „Körperlicht-Show“, brennende Gurken oder sich wie magisch bewegende Kugeln sind schließlich nichts Alltägliches. Besonders spannend wurde es für kleine Forscher in den Räumen im Fachklassenbau.
Die NWT-Klassen des FAG zeigten ihre selbst entworfenen und gebauten Exponate: Kleine Tresore, die sich über elektrische Steuerung öffnen lassen, selbst gebaute Fahrzeuge und sogar Süßwarenautomaten, deren Befüllung und Ausgabe ausprobiert werden konnte.
Besonders beeindruckend war für viele Viertklässler das Projekt „Aero“ einer Gruppe von Oberstufenschülern, die unter der Leitung von Frau Carina Rattay für den bundesweiten Wettbewerb „Can-Sat“ einen Dosen-Satelliten entwickelte und den Grundschülern die einzelnen Phasen des Entstehungsprozesses präsentierten. Viel Interesse fanden auch die 3-D-Drucker, die für die Gäste kleine FAG-Schlüsselanhänger produzierten, sowie die Fräsen und Stanzgeräte, die elektronisch gesteuert werden. Hier gab es individuell gestaltete Bleistifte für die jungen Gäste. In der Biologie wartete Herr Holger Vogt mit Tierpräperaten und Mikroskopen auf, die auch das eine oder andere Elternteil sehr faszinierten.
Die musischen Fächer präsentierten sich mit Orchestern der Unterstufe: Frau Ingrun Canzler gab mit ihrem Unterstufenorchester einige Stücke zum Besten, um den Viertklässlern einen Einblick in die Orchesterklasse zu ermöglichen. Herr Benjamin Albrecht dirigierte den Unterstufenchor, informierte über die Gesangsklasse und in der neu errichteten Sportstätte Kaltensteinhalle konnten die Grundschüler verschiedene Sportarten ausprobieren und sich austoben.
Vertreten waren am vergangenen Donnerstag wie immer die Bildungspartner des Friedrich-Abel-Gymnasiums, die Unternehmen Thales Group, Trumpf SE & Co.KG und Parker Hannifin Manufacturing GmbH & Co.KG, deren Ausbildungsmöglichkeiten bei den Schülerinnen und Schülern regen Anklang fanden. So bietet beispielsweise Thales unter anderem duale Ausbildungen für Elektroniker oder Fachinformatiker, aber auch duale Studiengänge für Elektro- und Informationstechnik oder Informatik mit IT-Security. Neben den beinahe schon klassischen Ausbildungsanbietern wie der Firma Robert Bosch GmbH waren aber auch medizinische Berufe vertreten.
Prof. Dr. Wolfgang Steurer vom Krankenhaus Leonberg führte eine besondere, computergestützte Operationsmethode am Modell vor, bei dem die interessierten Schülerinnen das Operieren mit Kameraführung über einen kleinen Zugang zum Bauch (minimal-invasive Laparoskopie) ausprobieren konnten. Neben der Vaisana Ärztehaus GmbH war auch das Deutsche Rote Kreuz mit dem Rettungsdienst der Kreisverbandsstelle Ludwigsburg vertreten, ebenso wie der Arbeiter-Samariter-Bund.
Von letzteren wurde die Bedeutung der Freiwilligenarbeit hervorgehoben und von den Aufgaben während eines FSJ (eines freiwilligen sozialen Jahres) berichtet. Den Beruf eines Physiotherapeuten brachten Ausbilderin Julia Magdalenski und Fabian Fengler den Schülern nahe. Sie vertraten die Glucker Schule, die junge Menschen zu staatlich geprüften Physiotherapeuten ausbildet. Fabian Fengler ist ehemaliger Schüler des FAG und kehrt – ebenso wie Burak Binici, der an diesem Abend für das Hauptzollamt Heilbronn vor Ort war – immer wieder gern an seine alte Schule zurück.
Herr Burak Binici berichtete von den Herausforderungen für die Zollbeamten, wenn seltene Tiere geschmuggelt, oder gefälschte Markenwaren in großen Mengen nach Deutschland geschleust würden. Für die Polizei war Herr Polizei-Oberkommissar Ralph Prexler vom Polizeipräsidium Ludwigsburg vor Ort, der den ganzen Abend mit vielen Interessenten konfrontiert war und von seiner Arbeit und den vielfältigen Aufgaben im Polizeidienst berichtete. Die Lebensmittelbranche war durch die Lidl-Vertriebs-GmbH & Co.KG vertreten, die den Schülerinnen und Schülern mittlerweile nicht nur Ausbildungsplätze, sondern auch ein Abiturientenprogramm oder ein duales Studium anbietet.
Natürlich durften auch die Experten aus dem Finanzwesen, beispielsweise Vertreter des Finanzamtes Bietigheim-Bissingen oder der Volksbank Ludwigsburg, an diesem Abend nicht fehlen. Die Kanzlei Wildermuth und Baschnagel informierte über den Beruf des Steuerberaters, der sich entweder über eine Ausbildung oder ein Hochschulstudium verwirklichen lässt. Viele Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums zeigten sich überrascht von den vielen interessanten Berufen und oft hieß es: „Ich hatte bis heute keine Ahnung, was ich mal machen möchte, aber jetzt habe ich schon ein paar konkrete Vorstellungen.“ Auch die anwesenden Experten freuten sich über das Interesse der Schülerinnen und Schüler, sie kündigten an, im kommenden Jahr wieder dabei sein und Zukunft mitgestalten zu wollen.


Jugendliche stehen bei der Entscheidung über ihre berufliche Zukunft vor einer schier unübersichtlichen Auswahl an Ausbildungsberufen und Studiengängen. Vor allem im Bereich der technischen Berufe ist die Liste lang: Ob KI-Entwicklerin, Baustoffprüfer, Maschinenbauerin, Chemielaborant, Informatikerin oder Medizintechniker – klugen Köpfen, die Technologien einsetzen und weiterentwickeln wollen, stehen in Baden-Württemberg viele Türen offen.
Optimales und schülerorientiertes Lernen sollte – da ist man sich mittlerweile in der Forschung einig – praxisnah und möglichst mit der Lebenswelt der Schüler verbunden sein. Ganz nach dieser Prämisse und unterstützt von der Schulleitung hat der Wirtschaftskurs unter der Leitung von Frau Mandl-Steurer eine Schülerfirma gegründet, die den Kiosk der Schule, bis zum letzten Schuljahr noch von Herrn und Frau Lühr geführt, nach den Weihnachtsferien wiedereröffnet. Das junge Unternehmen hat sich den Namen „PausnPeter“ gegeben und will damit den langjährigen Hausmeister Peter Lühr ehren. Bisher wurde die Finanzierung, das Sortiment und das Marketing erarbeitet, nach den Ferien geht es für die Wirtschaftsbegeisterten in den Verkauf. Finanziert wird der Warenstock durch Anteilsscheine, die man bei den Mitgliedern des Unternehmens oder Frau Mandl-Steurer zum Preis von 10,- Euro erwerben kann. Nach Ablauf des Geschäftsjahres wird das Kapital an die Anteilseigner zurückerstattet und mit einer Dividende belohnt. Die Jungunternehmer werden einen Teil des Angebots von Herrn Lühr weiterführen, wollen aber auch nachhaltig produzierte Lebensmittel und Fair Trade-Waren verkaufen. Dazu ist die Zusammenarbeit mit der SMV, gerade mit dem Nachhaltigkeitsressort, geplant. Chef des Unternehmens ist Adrian Elsenhans, seine rechte Hand ist Alissa Schmeckenbächer, die die Buchhaltung führt. „Wir möchten auch den Schülern der Unterstufe die Möglichkeit geben, über unseren Kiosk Selbstgemachtes, vielleicht auch zu Gunsten von Action Kids, zu verkaufen, wir wollen alle zusammen unser Schulleben schöner machen“, verrät Adrian und betont, dass für die Schüler und Schülerinnen der Kiosk wichtig sei und momentan fehle. Bisher stößt die Idee in der Schulgemeinschaft auf große Zustimmung und darüber freut sich der Kurs natürlich sehr. Eltern, die das Projekt unterstützen möchten, können gerne spenden, vor allem über Obstspenden – gerade zu Wochenbeginn – freuen sich die Jungunternehmer besonders, aber auch Servietten oder Einweghandschuhe finden Verwendung.







