Vaihinger Kooperationsmodell

Begrüßung

Welche sozialen Kompetenzen brauchen Kinder?

- Von Gehirnwecker, Daumenspiel und Stärken-Sonne

ReferentinnenAm Dienstag, dem 20. Januar 2026 lud das Vaihinger Kooperationsmodell, zu dem sich die Vaihinger Schulen zusammengeschlossen haben, für eine weiteren Vortrag aus der beliebten Reihe für Eltern in die Peterskirche ein. Frau Kerstin Pickert (Schlossbergschule) und Frau Heike Dausend (Friedrich-Abel-Gymnasium) begrüßten ihre Gäste, Frau Beate Schäfer und Frau Michaela Röver vom ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung). Die große Frage, um die sich dieses Mal alles drehte, war die nach den sozialen Kompetenzen der Kinder und insbesondere Frau Schäfer – selbst seit vielen Jahren Lehrkraft – gab auf diese Frage lebendige und vielseitige Antworten. Nach einem kurzen philosophischen Exkurs, bei dem unter anderem Seneca, Rudolf Steiner und Jack Ma zu Wort kamen, verdeutlichte Beate Schäfer die Ausgangsfrage: Welche personalen und sozialen Stärken brauchen Kinder, um gut lernen zu können? Die Leitperspektive des Ganzen sei, den Kindern über den Unterricht Lebenskompetenzen beizubringen und Frau Schäfer führte aus, dass es gelte, Motivation vom Ziel her zu denken. Man könne das nun mit Kants Worten („Ich kann, weil ich will, was ich muss“) ausdrücken, oder einfach damit, dass Kinder motiviert werden können, wenn es für sie attraktive Ziele gebe. Gut vergleichbar sei das mit dem Sport, denn Sportler müssten sich zu Höchstleistungen motivieren und schafften das auch, wenn sie klare Ziele vor Augen hätten.
Frau Michaela Röver führte im Anschluss die sogenannten „Exekutiven Funktionen“ nach Frau Dr. Sabine Kubesch an: Arbeitsgedächtnis, Inhibition (Fähigkeit der Selbstkontrolle) und kognitive Flexibilität als Basis für Selbstregulation. Und dass das alles andere als einfach ist, bewies das Spiel „Gehirnwecker“, das Frau Röver mit den Anwesenden spielte. Die Botschaft war klar: Spiele – egal welcher Art – fördern die exekutiven Funktionen, die im Übrigen bis zum Erwachsenenalter ausgebildet würden, man nimmt in manchen Untersuchungen sogar das 35. Lebensjahr an. Diese exekutiven Fähigkeiten fördern die Selbstregulation und helfen Kindern dabei, Konflikte zu lösen, sich in andere hineinzuversetzen, Handlungsalternativen abzuwägen, Emotionen zu kontrollieren und Kontakte zu knüpfen beziehungsweise zu halten.
Aber Selbstregulation hilft laut der Vortragenden auch dabei, Selbstwirksamkeit zu erleben und Selbstbewusstsein zu stärken.
Gut besuchtFrau Beate Schäfer hob noch einmal hervor, wie wichtig es sei, als Eltern den Kindern Selbstsicherheit und Selbstvertrauen als Grundkompetenz zu vermitteln, denn dadurch wären Kinder offener in Bezug auf andere und Neues. Sie hätten in der Folge eine besseres Sozialverhalten, leisteten mehr sinnvolle Beiträge in sozialen Kontexten und würden eigene Entscheidungen treffen. Sie würden stärker in der Schule partizipieren und bessere Schulleistungen haben. Die zentrale Botschaft sei: Bitte die Kinder nicht entmutigen, sondern stärken. Zuletzt verwies Schäfer auf die vielzitierte Resilienz und hob dabei einen wichtigen Faktor dieser hervor: Die Emotionensteuerung, bei der Kinder sich im Idealfall mit sogenannten „Aufbauern“ selbst nach oben bringen. Frau Schäfer setzte hier zur Illustration das „Daumenspiel“ ein.
Abschließend lautete die wichtigste Botschaft am Ende: Beziehungen stärken, die Kinder nicht an ihren Schwächen zu messen sondern ihre Stärken zu stärken. Verantwortung abzugeben, damit die Kinder sie annehmen und daran wachsen können. Die „Stärken-Sonne“ strahlen zu lassen und dem Nachwuchs zuhören. Das wäre für den Anfang schon ein gutes Ziel.

Bundesbank am FAG

Besuch von Monika Maier von der Bundesbank

Von der Wichtigkeit stabilen Geldes – Wirtschaftskurs bekommt Besuch von höchster Stelle

Die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftskurses von Frau Mandl-Steurer haben bisher mit ihrem Kiosk „PausnPeter“ wohl schon ausreichend bewiesen, dass sie mit Geld umgehen können. Aber beim anstehenden Abitur geht es für sie auch um das Beherrschen der Theorie und diesbezüglich hat sie der Besuch von Frau Monika Maier aus dem Stab der Präsidentin der Bundesbank ihrem Ziel heute nähergebracht.

Frau Maiers Vortrag drehte sich im Kern um die Notwendigkeit und Wichtigkeit eines stabilen Euros und festigte bei den interessierten Wirtschaftsschülern zuerst Basiskenntnisse zu den wirtschaftlichen Zusammenhängen von Inflation und Deflation unter der besonderen Beachtung der Rolle stabilen Geldes. Wird beispielsweise bei einer stärkeren Inflation allerorts unter steigenden Preisen gestöhnt, ist auch eine Deflation kein Idealzustand, denn diese mündet letztlich in eine Abwärtsspirale mit sich verstärkenden Preis-, Lohn- und Produktionsrückgängen sowie zunehmender Arbeitslosigkeit. Monika Maier verdeutlichte die Veränderungen der letzten Jahre an der Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland und dem Euro-Raum und verdeutlichte das Wägungsschema für den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Deutschland ist im Weiteren selbstredend fest mit der Europäischen Union und dem Europäischen Währungsraum (EWR) verbunden, weswegen es nötig ist, auch die geldpolitischen Rahmenbedingungen im Eurosystem unter die Lupe zu nehmen. Im Unterricht – auch in Gemeinschaftskunde – sind die Konvergenzkriterien fester Bestandteil der Stundenplanung, denn die gemeinsame Geldpolitik im EWR-Raum ist von großer Bedeutung, da die Länder alle eine eigenständige Finanz- und Wirtschaftspolitik betreiben.

Frau Maier kam natürlich in diesem Zusammenhang nicht umhin, die Ursachen der Finanzkrise um das Jahr 2008 zu thematisieren und hier die Entscheidungen und Strategien der Notenbanken zur Behebung der Krise zu erläutern. Besonders interessant sind sogenannte geopolitische Impulse der Banken, in denen es um Refinanzierungskonditionen der Banken, den Folgen für die Kreditvergabe durch Geschäftsbanken, die Veränderung der betroffenen Kredit- und Sparzinsen sowie um die Verteuerung beziehungsweise Verbilligung bei der Kreditaufnahme über Kapitalmarkt und Banken geht. Hier sind insbesondere die Veränderungen und Zusammenhänge rund um die Leitzinsen und deren Umsetzung höchst interessant, denn auch diese haben mit Erwartungen zu tun. Am Ende ging es in Maiers Vortrag um sogenannte Offenmarktgeschäfte (z.B. Refinanzierungsgeschäfte) oder Ständige Faszilitäten sowie Mindestreserven und hier wird Außenstehenden vielleicht deutlich, wie spannend das Fach Wirtschaft und innerhalb dessen die Beschäftigung mit Finanzmärkten sind.

Wie wichtig es aber letztlich ist, dass eine Notenbank von der Politik unabhängig und nicht weisungsgebunden ist, wurde in Maiers Vortrag deutlich – auch ohne auf die Drohungen Präsident Trumps gegenüber der FED eingehen zu müssen. Der Wirtschaftskurs von Frau Mandl-Steurer hat jedenfalls mit großem Interesse den Vortrag verfolgt und ist ebenso interessiert in den Dialog mit Monika Maier gegangen, sodass eine Doppelstunde Wirtschaft fast zu wenig war.

Weltethosaktion 2025

Viel Freude rund um den europäisch geschmückten Weihnachtsbaum

Wenn Engel reisen:

Europäischer Weihnachtszauber am FAG

Geschmücker europäischer Weihnachtsbaum 2025Zum ersten Mal beteiligt sich das Friedrich-Abel-Gymnasium in diesem Jahr am Europäischen Weihnachtsbaumschmuck-Tausch – einem Projekt, das Schulen aus zahlreichen Ländern miteinander verbindet und in der Adventszeit für internationale Begegnungen und innerschulische Bewegung sorgt:
Mit viel Engagement und Geduld bastelten die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen sowie die Teilnehmenden an der Vorbereitungsklasse gemeinsam mit ihren betreuenden Lehrkräften an ihrem FAG-Weihnachtsschmuck. Entstanden sind liebevoll gestaltete Papierengel, die nach einer Bastelanleitung der Weltethos-Gruppe am Gymnasium hergestellt wurden. Jeder Engel wurde zu einem kleinen Unikat, das nicht nur weihnachtliche Stimmung ausstrahlt, sondern auch die Kreativität der jungen Bastlerinnen und Bastler zeigt.
Christbaumschmuck vom Friedrich-Abel-GymnasiumVon diesen handgefertigten Engeln wurden nun jeweils drei Exemplare – begleitet von einem Informationsflyer über das FAG – an insgesamt 23 Partnerschulen in ganz Europa verschickt. Im Gegenzug erreichten nach und nach weihnachtliche Päckchen aus Ländern wie Spanien, Polen, Frankreich oder Griechenland das Gymnasium. Darin befand sich der selbstgestaltete Schmuck der jeweiligen Schulen, der am FAG vor dem Lehrerzimmer einen besonderen Platz erhielt und den Weihnachtsbaum der Schule in ein farbenfrohes, internationales Mosaik verwandelte.
Die Freude in der Weltethosgruppe und in den unteren Klassen des FAG war groß. „Es ist jedes Mal spannend, wenn ein neues Paket ankommt. Man weiß ja nie, wie der Schmuck aussieht und welche Geschichte er mitbringt“, erzählte eine der beteiligten Lehrerinnen.
Damit auch die restliche Schulgemeinschaft am europäischen Bastelaustausch teilhaben kann, wurden alle eingetroffenen Schmuckstücke zusammen mit den Infomaterialien der Partnerschulen im digitalen Adventskalender der Schulhomepage vorgestellt. So entsteht im Laufe des Dezembers nicht nur ein außergewöhnlicher Weihnachtsbaum, sondern auch ein Fenster zur Vielfalt europäischer Schulen und Traditionen.

Weihnachtsbaum mit Akteuren des Friedrich-Abel-GymnasiumsMit der Teilnahme am Weihnachtsbaumschmuck-Tausch möchte das FAG ein Zeichen für Kreativität, Gemeinschaft und internationale Verbundenheit setzen – und die Adventszeit für alle Beteiligten zu einem zauberhaften Erlebnis werden lassen!

Höhepunkt am Ende des Jahres

Adventskonzert am Friedrich-Abel-Gymnasium

Zum Himmel hin – Konzert im Advent des Friedrich-Abel-Gymnasiums

In der Vaihinger Stadtkirche war am Dienstagabend die Aufregung der jungen Sängerinnen und Sänger, der Musikanten und ihrer Lehrer deutlich zu spüren: Da und dort wurden Stühle zurechtgerückt, Instrumente gestimmt und manch stolzes Elternteil machte noch ein schnelles Foto mit dem lampenfiebrigen Nachwuchs.
UnterstufenchorUnd schon eröffnete Frau Miriam Sauter mit dem Unterstufenchor das alljährliche Adventkonzert und die Kinder sangen vertraute Klassiker wie „Jingle Bells“, „We wish you a merry Christmas“ und „Rudolph the Red Nosed Reindeer“, wie immer am Klavier begleitet von Herrn Markus Sauter. OberstufenorchesterSpätestens als Frau Regina Bauer mit ihrem Orchester der Mittel- und Oberstufe „Magnificat“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ aufführte, wurde die Stimmung in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtkirche festlich und getragen. UnterstufenorchesterFrau Ingrun Canzler schloss sich dann mit ihrem Unterstufenorchester an und es waren neben „Ukrainian Bell Carol“ und „Theme from Symphony Nr. 7“ auch „Jul, jul, stralande jul“ sowie „En stjerne skinner i natt“ zur hören, ein bewegendes, norwegisches Weihnachtslied, das sich im Titel mit „Ein Stern leuchtet heute Nacht“ übersetzen lässt. Von Norwegen ging es gleich im Anschluss mit Miriam Sauter und dem Chor der Mittel- und Oberstufe nach England: „Adeste Fideles“ und „Deck the Hall“ standen auf dem Programm und begeisterten die Zuhörer. Bei Jenkins´ „In duci jubilo“ schlossen sich den Oberstufensängern auch der Unterstufenchor an und bei „Hark! The Herald Angels sing“ waren alle Teilnehmer auf der Bühne, um zum Himmel hin zu singen und die Vorfreude auf Weihnachten auszudrücken.


Gitarren in der KircheWenn Kinder und Jugendliche ihre kostbare Freizeit vor Weihnachten opfern, um gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu singen und zu musizieren, dann wird es Weihnachten, ungeachtet der frühlingshaften Temperaturen außerhalb und ungeachtet der schwierigen Zeiten, in denen diese jungen Menschen aufwachsen, dann gibt es immer Hoffnung und einen Stern in der Nacht.

Ein wichtiger Event im FAG-Jahr

Teilnehmende des Vorlesewettbewerbs 2026

Wenn Staubfinger erscheint und Magie übernimmt

Vorlesewettbewerb am FAG

Die erste Woche im Dezember ist am Friedrich-Abel-Gymnasium nicht nur deswegen eine besondere, weil viele Schülerinnen und Schüler bereits auf die Schoko-Nikoläuse warten, die von der SMV verteilt werden, sondern weil auch der alljährliche Vorlesewettbewerb in dieser Zeit für große Spannung und Vorfreude sorgt. In der vergangenen Woche traten Viviane Friedrich, Elia Motta (beide aus der Klasse 6a), Robert Köhler und Jule Schnitzer (beide aus der 6b) sowie Lea Burkhard und Mila Neff (beide aus der 6c) als Klassensieger gegeneinander im Finale um den Titel Schulsiegerin oder Schulsieger an. Der Direktor des FAG, Herr Stephan Damp, wurde zu Beginn der fünften Stunde mit großem Applaus empfangen, eröffnete den Wettbewerb und zeigte seine Freude über die gute Stimmung und die Fangruppen der einzelnen Kandidaten zusammen mit Frau Gaby Mandl-Steurer, die die Veranstaltung moderierte.
Was liest man denn bei so einem Wettbewerb, möchte man fragen. Sehr oft traten bisher in den Wettkampfbeiträgen alte Bekannte ins Rampenlicht: Staubfinger aus Cornelia Funkes „Tintenherz“ erscheint im dunklen Garten, Harry Potter stellt sich den schwarzen Mächten oder Percy Jackson kämpft als göttliches Halbblut gegen Chimären, Giganten und Titanen. Immer wieder aber präsentieren die lesebegeisterten Kinder neue Bücher und sorgen damit für reges Interesse in der jugendlichen Zuhörerschaft. Bei dem Buch, das Lea Burkhardt gewählt hatte, handelte es sich um eine spannende Geschichte über vier zauberhafte Schwestern, Robert Köhler und Elia Motta setzten auf Textausschnitte aus „Paluten Freedom“, das ein Webvideoproduzent zusammen mit einem Co-Autoren verfasst hat und das bei Jungen sehr bekannt ist. Mila begeisterte die Zuhörer mit einem Ausschnitt aus „Tintenherz“ und Jule präsentierte eine spannende Stelle aus dem Roman „Seawalkers“, in dem es um einen Jungen namens Tiago geht, der sich in einen Tigerhai verwandeln kann.
Während die Jury sich nach den Lesebeiträgen zur Beratung zurückzog, präsentierte eine Mädchengruppe der sechsten Klassen unter der Leitung von Frau Verena Sauer akrobatische Kunststücke und vertrieb so den Mitschülern die Wartezeit auf die Entscheidung der Jury.

Siegerin des Vorlesewettbewerbs 2025Diese beurteilte die einzelnen Leseleistungen nach Kriterien wie Sprech- und Lesetechnik, Interpretation der Textstelle und Textauswahl. Wie schon in den Jahren zuvor, war es auch in diesem Jahr für die Jury keine leichte Entscheidung, denn alle Kandidaten zeigten - neben den großen Mut, sich auf die Bühne zu begeben - großes Talent als Vorleserin beziehungsweise Vorleser. Viviane Friedrich begeisterte die Jury - in diesem Jahr bestehend aus den Fachlehrerinnen Katharina Broszat, Gaby Mandl-Steurer, Juliane Maser und Karin Rippel sowie der Vorjahressiegerin Linnea Vienken - mit einer äußerst spannenden Textstelle zu einer finalen Begegnung zwischen Harry Potter und Lord Voldemort so sehr, dass sie zur Schulsiegerin bestimmt wurde. Im Rahmen der Preisverleihung erhielten alle Klassensiegerinnen und - sieger einen Buchpreis und für Viviane gab es noch zusätzlich ein besonderes Buch: „Das Haus der Krokodile“ von Helmut Ballot, das 1971 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und schon für die Lehrerinnen Rippel und Mandl-Steurer eine unvergessliche Leseerfahrung war. Für Cornelia Funke, die wohl bekannteste deutsche Kinderbuchautorin, ist das Lesen vor allem für Kinder lebenswichtig, denn dadurch würden sie begreifen, dass menschliche Fantasie nicht allzu viele Hilfsmittel brauche, um Welten zu bauen. Und Brücken, möchte man ergänzen, Brücken zu anderen Menschen.

Ankündigung - Adventskonzert am FAG

Einladung zum Adventskonzert 2025

Herzliche Einladung zum diesjährigen Adventskonzert!

Am Dienstag, den 9.12. findet um 19 Uhr in der Stadtkirche Vaihingen/Enz das diesjährige Adventskonzert statt. Nahezu 100 Chorsängerinnen und -sänger und Orchestermusikerinnen und - musiker singen und spielen Advents- und Weihnachtslieder - von traditionell bis modern. Freuen Sie sich auf einen vorweihnachtlichen Abend mit dem Unterstufenchor und -orchester sowie dem Mittel-/Oberstufenchor und -orchester. 

Der Einlass ist um 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Autorenlesung hautnah!

Autorin bei der Lesung

Entstehungsbericht aus erster Hand – Jenny Erpenbeck spricht über „Heimsuchung“

Wenn Schülerinnen und Schüler über Literatur sprechen, wenn sie sich mit einem Roman oder einem Gedicht beschäftigen, haben sie es oft mit Texten zu tun, deren Urheber schon tot sind. Mitunter aber gibt es Gelegenheit, mit noch lebenden Autoren beschäftigt zu sein. Selten aber das Glück, dass eine bekannte Autorin über die Entstehungsgeschichte ihres Romans – einer vorgeschriebenen Lektüre zum Deutsch-Abitur – live berichtet. So geschehen bei den Tübinger Werkstattgesprächen, in deren Rahmen Frau Erpenbeck am 17. November 2025 eine Vorlesung zu ihrem Roman „Heimsuchung“ gehalten hat.

„Verworfene Anfänge“ ist der Titel der Vorlesung Jenny Erpenbecks und er bezieht sich laut der Autorin auf die Inhalte, die sie ursprünglich für die einzelnen Kapitel des Romans verfasst hat und die sie letztlich nicht genommen, also verworfen hat. Erpenbeck erzählt in „Heimsuchung“ von der „wechselvollen deutschen Geschichte im mörderischen 20. Jahrhundert“ und von Vergänglichkeit, Tod, Heimat und Vertreibung im Leben von zwölf Figuren. Eine dieser Figuren ist besonders, denn ihr – der Figur des Gärtners – sei laut Frau Erpenbeck Werden und Vergehen der Natur zugeordnet. Die Autorin berichtet in der Folge von ihren „Versuchen“, den Gärtner als zentrale Figur einzuführen. So befindet er sich in einer Version sterbenskrank und verdurstend in einem Krankenzimmer und wünscht, sich selbst begraben zu können. Diese Version behandelt beispielsweise das zentrale Motiv des Grabens, Vergrabens und Begrabens im Roman sehr explizit.
Von der „unberechtigten Eigenbesitzerin“ – einer weiteren Figur im Roman – handelt das letzte, von Erpenbeck geschriebene Kapitel und in einer ersten Version beginnt der Abschnitt mit zwei anderen Figuren, einer Reinigungskraft und einem Fensterputzer, die in der Endversion nicht mehr vorkommen. Jenny Erpenbeck hat für ihren Roman Grundbücher durchstöbert, „absurde“ Gerichtsverfahren zu Rückübergaben besucht und hatte neben all dem zu dieser Zeit eigene Verlusterfahrungen zu verarbeiten, die sie nicht im Roman haben wollte. Deswegen wurden diese Versionen und Figuren letztlich weggelassen, so Erpenbeck, denn auch die Richterin lasse in diesem Kapitel „kein falsches Wort frei herumlaufen“. Kern der Version sei laut Erpenbeck die Diskrepanz zwischen einer juristischen Sprache und ihrer Unanfechtbarkeit im Kontrast zur Betroffenheit des Verlusts, womit ein weiteres zentrales Thema des Romans angesprochen wird.

Die Bedeutung der Vorlesung und der Preisgabe dieser wertvollen, verworfenen Anfänge des Romans beziehungsweise Ausgestaltungen der einzelnen Figuren liegt darin, dass die Schülerinnen und Schüler über die Genese einen vertieften Zugang zum Roman erhalten und durch diese Informationen aus erster Hand einen völlig neuen Blick auf die Abitur-Lektüre erhalten. Die Leistungskurse Deutsch unter der Leitung von Herrn Lukas Müsel und Frau Gaby Mandl-Steurer planten ursprünglich, nach Tübingen zu fahren und Frau Erpenbeck live zu erleben. Daraus wurde schließlich auf Grund des späten Termins (Vorlesungsbeginn um 19.00) und der Entfernung in Anbetracht am nächsten Tag anstehender Klausuren dann aber doch nichts und die Kurse entschieden sich für ein gemeinsames Live-Streaming, das die Universität Tübingen im Rahmen der Literaturreihe anbietet, im Musiksaal des FAG. Rückblickend die beste Entscheidung, denn als die FAGler müde die Übertragung nach Erpenbecks Vortrag zu „Heimsuchung“ abbrachen, war es bereits 21.30 und die Begeisterung groß, die Vorlesung aber noch lange nicht zu Ende.

Vorlesung in Tübingen

 

FAG bei "Jugend trainiert für Olympia"

Fußballteam bei "Jugend trainiert für Olympia" 2025

Neue Trikots beflügeln das Fußball-Team vom FAG

Nach zwei eher bescheiden erfolgreichen Jahren, in denen bereits nach der Vorrunde der Wettkampf beendet war, startete das diesjährige Schulfußball-Team des Friedrich-Abel-Gymnasiums vielversprechend in den Wettbewerb „Mach mit – Jugend trainiert für Olympia“.
In den neuen Trikots, die vom Förderverein des FAG gespendet wurden, präsentierten die Jungs zwei sehr ansehnliche Spiele, die beide hoch verdient gewonnen wurden.
Im ersten Spiel ließen die Kicker des FAG den Schülern des Helene-Lange-Gymnasiums Markgröningen nicht den Hauch einer Chance und gewannen völlig verdient mit 3:0. In diesem Match glänzte vor allem Konstantin Krauß, der seine insgesamt starke Leistung mit zwei Treffern krönte. Den dritten Treffer steuerte Edwin Scheffler als Joker in der Schlussphase bei.
Vor dem zweiten Spiel war also klar, dass ein Sieg zum Weiterkommen ausreichen würde. Der Gegner, die Schüler des Hans-Grüninger-Gymnasiums aus Markgröningen, stellte sich aber als weitaus schwieriger zu besiegen dar. Aber die sichere Abwehr des FAG-Schulteams, mit dem starken Rückhalt von Jona Kaufmann im Tor, ließ sich jedoch kaum in Verlegenheit bringen, sodass sich das Momentum immer mehr auf Seite der Jungs vom FAG schob. Tim Böcken erzielte dann auch das verdiente 1:0 mit einem sehenswerten Schuss aus über 30 Metern. Die einzige Unachtsamkeit des Spiels nutzten die Gegner aber sofort zum 1:1 – und so ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel erhöhte das FAG noch einmal die Schlagzahl und so konnten Luis Meißner sowie Lenno Mayer die Treffer zum verdienten 3:1 markieren und somit den Turniersieg endgültig sichern.
Der kommende Gegner im nun erreichten Kreisfinale des Wettbewerbs dürfte sein, aber wenn die Jungs ihre Leistung wieder abrufen können, ist für dieses Team sicherlich alles möglich.

Es spielten: (von links hinten) Lenno Mayer, Lukas Siegmann, Nathanael Hahn, Malte Schnitter, Konstantin Krauß, Marlin Schumm, Luis Meißner, Sandor Kovac, Sebastian Scutelnic (von links vorne) Lukas Angele, Tim Böcken, Sebastian Flender, Julius Mühl, Paul Hagdorn, Edwin Scheffler, (liegend) Jona Kaufmann

Thomas Renz (Bild und Text)

Besuch aus der Politik

Besuch von Dr. Markus Rösler

Schüler des FAG treffen sich mit Markus Rösler zum Expertengespräch

Ist die Landwirtschaft in Deutschland zukunftsfähig? lautete die Frage, der Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse des Friedrich-Abel-Gymnasiums im Rahmen ihres Politik-Unterrichts bei Herrn Benjamin Hipp auf den Grund gingen. Sie bearbeiteten eine Fallstudie zur Zukunft der deutschen Landwirtschaft und der Austausch mit MdL Dr. Markus Rösler bildete am 21. 10. 2025 den Abschluss einer intensiven Auseinandersetzung.

Herr Rösler ist selbst Kind von Nebenerwerbsbauern und entstammt nach eigenen Angaben einer typischen „Wengerter-Familie“, was ihn im Austausch mit der Schülerschaft zu einem ebenso kompetenten wie bodenständigen Experten werden ließ, der sich zudem noch wissenschaftlich mit dem Thema Landwirtschaft beschäftigt hat. Nach einer kurzen Vorstellung des Gastes durch Herrn Hipp als Fachlehrer, berichtete Herr Dr. Rösler von seiner Arbeit als Mitglied des Landtages, von den Sitzungstagen und ihren Abläufen sowie von seinen Aufgaben im Auftrag des Umweltausschusses.

In lockerem und schülernahem Ton vermittelte Markus Rösler den Schülerinnen und Schülern in verständlicher Sprache, worauf es bei der drängenden Frage nach der Zukunftsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft insgesamt ankommt. Wichtig sei, dass Bauern für gute, qualitativ hochwertige (Bio-)Produkte faire Preise bekämen. In diesem Zusammenhang zeigte Dr. Rösler den interessierten Zuhörern eine Flasche der Ensinger Saftschorle als Anschauungsbeispiel: Sie wird laut Rösler aus Äpfeln von Bio-Streuobstwiesen hergestellt, etwas hochpreisiger, aber besser im Geschmack. Der Vertrieb dieser Saftschorle werde aber oftmals durch den Handel erschwert. Es gebe laut Herrn Rösler sogar bei Lebensmittel-Märkten ein- und desselben Konzerns deutliche Unterschiede in der Vertriebsfrage, je nachdem, ob es sich um einen Filialbetrieb mit einem Standard-Produktangebot oder einen Franchisebetrieb mit größerem Bio-Angebot beziehungsweise Regional-Angebot handle.
An dieser Stelle gab der Abgeordnete den Jugendlichen auch konkrete Ratschläge, denn es seien beim Einkauf drei Kriterien zu beachten: regional, saisonal und bio. Auch hier erklärte Rösler die Begriffe wieder sehr anschaulich und anhand von Äpfeln. Die staatliche Unterstützung von Bauern müsse nach Rösler insgesamt weg von der Empfehlung zur quantitativen Steigerung hin zur qualitativen Landwirtschaft, um zukunftsfähiger zu werden.

Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler am FAG noch Rückfragen an Herrn Markus Rösler stellen und diese spiegelten Themen wider, die im Moment viele Bürger bewegen. Auf die Frage, ob Herr Rösler ein E-Auto fahre und was er davon halte, räumte er ein, einen Kleinwagen zu fahren, der noch recht gut ginge. Seine Philosophie sei, dass nichts weggeworfen werden sollte, das noch Wert hätte. Aber für Herrn Rösler gehören den E-Autos die Zukunft und dabei sollte man nicht dogmatisch sein. Ob das Verbrenner-Aus 2035, 2037 oder 2039 komme, sei egal, solange man sich in die richtige Richtung bewege.
Die Frage, ob es in der Schule ein Fach geben sollte, das sich nur mit der Umwelt beschäftigt, bejahte Dr. Rösler sofort und machte klar, dass er schon vor Jahren anstelle des Faches Wirtschaft lieber ein Fach namens „Nachhaltigkeit“ eingeführt hätte, weil man sich dann seiner Meinung nach mehr mit drängenden Klima-Fragen beschäftigen würde.
Auch die Frage nach der Wehrpflicht-Debatte kam auf und Herr Rösler stellte klar, dass es prinzipiell richtig und wichtig sei, dass junge Menschen nach der Schule ein Jahr für die Gesellschaft absolvierten, welcher Art auch immer diese Arbeit sei. Er wisse aus eigener Erfahrung, wie wichtig das sei, um sich zu orientieren, um zu wissen, wofür man gemacht sei und was man könne. Der Besuch des Abgeordneten kam bei den Zehntklässlern sehr gut an und auch Markus Rösler genoss den Austausch mit den Jugendlichen und versprach, gerne wiederzukommen.

Codeweek am FAG

Codeweek-Gruppe 2025

Die Welt des Programmierens erfahrbar machen

Am Freitag vor den Herbstferien trafen sich sieben engagierte Schülerinnen und Schüler, die es mit den Herbstferien noch nicht so eilig hatten, mit Frau Heike Dercks und Herrn Carsten Reitschuster in der Schule, um in die faszinierende Welt des Codierens einzutauchen.

Apps mit JavascriptDie erste Gruppe programmierte mit JavaScript auf der Plattform von Code.org und entwickelte Apps, die anschließend auf das Smartphone geladen werden konnten. Mit Unterstützung der Firma AppCamps hatten sie Zugang zu Lernkarten und konnten durch Start- und Schlussvideos noch mehr über die Programmierwelt erfahren. Sie arbeiteten sowohl mit visuellen Blöcken als auch textuell und die Freude war groß, als die erste App erfolgreich funktionierte.

Programmieren mit dem Calliope MiniAuch die zweite Gruppe war begeistert, als sie die Lichter des Calliope Mini (einem kleinen Lernroboter) zum Leuchten brachte und ihm Töne entlockte. Hier wurde visuell mit Blöcken programmiert. Mehrere Calliope Mini waren vor zwei Jahren dem Friedrich-Abel-Gymnasium vom Bildungspartner Trumpf gesponsert worden und kamen nun wieder zum Einsatz.

Die Schülerinnen und Schüler waren mit Begeisterung dabei, hatten viel Spaß und wurden mit funktionierenden Programmen und kleinen Naschereien in der Pause belohnt.