Großer Empfang für die Kleinen – FAG lädt zu NachgeFrAGt ein
Trotz des regnerisch-nasskalten Wetters fanden sich am vergangenen Freitag sehr viele interessierte Eltern mit ihren Kindern am Friedrich-Abel-Gymnasium ein und informierten sich über die vielfältigen Möglichkeiten, die das FAG als allgemeinbildendes Gymnasium den künftigen Fünftklässlern bietet.
Die Grundschüler holten sich bereits an den Eingängen zur Schule einen bunten Lego-Stein ab, der sie später durch unterschiedliche Räume führen sollte. Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Big Band des FAG und der offiziellen Begrüßung durch den Schulleiter Stephan Damp ging es für die jungen Besucher los und die Kinder wurden den Farben der Steine entsprechend Patinnen und Paten der neunten Klasse zugeordnet. Diese führten die Viertklässler zu verschiedenen Stationen, beispielsweise zum Französisch-Raum, in die Arbeitsräume der Naturwissenschaften oder in den Zeichensaal, wo bei der Fachschaft Kunst Stofftaschen bemalt oder bedruckt werden konnten. Währenddessen wurden die Eltern in kleinen Gruppen – und den Farben der Legosteine ihrer Kinder entsprechend – von Lehrerinnen und Lehrern durch die Schule geführt. Diese Elternführung war ein Novum und kam sehr gut an, denn es konnten viele Fragen zum Unterricht und zur Schule im Allgemeinen direkt an die Fachlehrerin beziehungsweise den Fachlehrer gerichtet werden.
Gegen 16.30 fanden die Kinder wieder mit den Eltern zusammen und hatten nun die Möglichkeit, die noch nicht besuchten Stationen zusammen mit ihren Müttern und Vätern zu erkunden. Da stieß der exzellente Kaffee, den die Italienisch-Schüler samt traditionellem, italienischem Mandelgebäck (Cantuccini) servierten, auf großen Anklang. Auch nach den Waffeln, die die SMV (Schülermitverantwortung) den Gästen anbot und die für einen verführerischen Duft im Hauptgebäude sorgten, herrschte große Nachfrage. Neben der schon traditionellen Gesangsklasse und der Orchesterklasse, die mehrere Vorführungen darboten, präsentierte das Friedrich-Abel-Gymnasium sein attraktives Ganztagesangebot im schönen Ganztagsraum.
Neu am FAG waren das Streitschlichter-Team und die Notfallsanitäter, die neben der sehr aktiven SMV am Friedrich-Abel-Gymnasium die Bedeutung, die man verantwortungsbewusstem Handeln seitens der Schülerinnen und Schüler beimisst, verdeutlichten. Auch im Bereich Naturwissenschaft und Technik tat sich einiges – die NIT-Kids (Naturwissenschaft – Informatik – Technik, Profilfach ab Klasse 8) sind neu am FAG und wurden zusammen mit der MINT-AG den Interessierten vorgestellt. Auch die überaus erfolgreichen Oberstufenschüler, die mit ihrem CanSat-Projekt im Rahmen des MINT-Unterrichts den Deutschen CanSat-Wettbewerb gewonnen haben, präsentierten ihren Dosen-Minisatelliten dem interessierten Nachwuchs und seinen Eltern.
Als um 17.30 die Stationen langsam aufgeräumt und die Exponate der verschiedenen Fachschaften abgebaut wurden, waren immer noch sehr viele große und kleine Gäste im Schulgebäude. Gerade so, als würden es die Kinder nicht mehr erwarten, in die fünfte Klasse zu kommen. Auch Herr Damp stellte fest: „Die Stimmung ist gut, die Atmosphäre ist schön – wir freuen uns!“ In diesem Sinne steht den künftigen Fünferlen am FAG und einer schönen Zukunft nichts im Wege.
„Respekt“, „Vertrauen“, oder „Zusammen“ – zum Thema Freundschaft fielen den Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Abel-Gymnasiums viele Worte ein. Anlass war der deutsch-französische Tag, der die Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags zwischen Deutschland und Frankreich jedes Jahr am 22. Januar feiert. Die Fachschaft Französisch hatte deswegen dazu aufgerufen, ein Wort für die Freundschaft zu finden – auf Französisch oder Deutsch. Für die Französisch-Lerner der Klasse 8a bedeutete dies einen großen Andrang in der großen Pause im neuen Aufenthaltsraum: Sie verteilten die Kärtchen und Stifte, auf denen die Worte geschrieben werden konnte. Wer von den Schülerinnen und Schüler ein Wort aufgeschrieben hatte, konnte es abgeben und bekam zur Belohnung ein Bonbon in Herzform dafür. Die Freundschaftsworte wurden an einer Wand gesammelt und erinnern daran, welchen Wert Freundschaft hat – egal, ob auf Französisch oder Deutsch.
Am Dienstag, dem 20. Januar 2026 lud das Vaihinger Kooperationsmodell, zu dem sich die Vaihinger Schulen zusammengeschlossen haben, für eine weiteren Vortrag aus der beliebten Reihe für Eltern in die Peterskirche ein. Frau Kerstin Pickert (Schlossbergschule) und Frau Heike Dausend (Friedrich-Abel-Gymnasium) begrüßten ihre Gäste, Frau Beate Schäfer und Frau Michaela Röver vom ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung). Die große Frage, um die sich dieses Mal alles drehte, war die nach den sozialen Kompetenzen der Kinder und insbesondere Frau Schäfer – selbst seit vielen Jahren Lehrkraft – gab auf diese Frage lebendige und vielseitige Antworten. Nach einem kurzen philosophischen Exkurs, bei dem unter anderem Seneca, Rudolf Steiner und Jack Ma zu Wort kamen, verdeutlichte Beate Schäfer die Ausgangsfrage: Welche personalen und sozialen Stärken brauchen Kinder, um gut lernen zu können? Die Leitperspektive des Ganzen sei, den Kindern über den Unterricht Lebenskompetenzen beizubringen und Frau Schäfer führte aus, dass es gelte, Motivation vom Ziel her zu denken. Man könne das nun mit Kants Worten („Ich kann, weil ich will, was ich muss“) ausdrücken, oder einfach damit, dass Kinder motiviert werden können, wenn es für sie attraktive Ziele gebe. Gut vergleichbar sei das mit dem Sport, denn Sportler müssten sich zu Höchstleistungen motivieren und schafften das auch, wenn sie klare Ziele vor Augen hätten.
Frau Beate Schäfer hob noch einmal hervor, wie wichtig es sei, als Eltern den Kindern Selbstsicherheit und Selbstvertrauen als Grundkompetenz zu vermitteln, denn dadurch wären Kinder offener in Bezug auf andere und Neues. Sie hätten in der Folge eine besseres Sozialverhalten, leisteten mehr sinnvolle Beiträge in sozialen Kontexten und würden eigene Entscheidungen treffen. Sie würden stärker in der Schule partizipieren und bessere Schulleistungen haben. Die zentrale Botschaft sei: Bitte die Kinder nicht entmutigen, sondern stärken. Zuletzt verwies Schäfer auf die vielzitierte Resilienz und hob dabei einen wichtigen Faktor dieser hervor: Die Emotionensteuerung, bei der Kinder sich im Idealfall mit sogenannten „Aufbauern“ selbst nach oben bringen. Frau Schäfer setzte hier zur Illustration das „Daumenspiel“ ein.
Zum ersten Mal beteiligt sich das Friedrich-Abel-Gymnasium in diesem Jahr am Europäischen Weihnachtsbaumschmuck-Tausch – einem Projekt, das Schulen aus zahlreichen Ländern miteinander verbindet und in der Adventszeit für internationale Begegnungen und innerschulische Bewegung sorgt:
Von diesen handgefertigten Engeln wurden nun jeweils drei Exemplare – begleitet von einem Informationsflyer über das FAG – an insgesamt 23 Partnerschulen in ganz Europa verschickt. Im Gegenzug erreichten nach und nach weihnachtliche Päckchen aus Ländern wie Spanien, Polen, Frankreich oder Griechenland das Gymnasium. Darin befand sich der selbstgestaltete Schmuck der jeweiligen Schulen, der am FAG vor dem Lehrerzimmer einen besonderen Platz erhielt und den Weihnachtsbaum der Schule in ein farbenfrohes, internationales Mosaik verwandelte.
Mit der Teilnahme am Weihnachtsbaumschmuck-Tausch möchte das FAG ein Zeichen für Kreativität, Gemeinschaft und internationale Verbundenheit setzen – und die Adventszeit für alle Beteiligten zu einem zauberhaften Erlebnis werden lassen!
Und schon eröffnete Frau Miriam Sauter mit dem Unterstufenchor das alljährliche Adventkonzert und die Kinder sangen vertraute Klassiker wie „Jingle Bells“, „We wish you a merry Christmas“ und „Rudolph the Red Nosed Reindeer“, wie immer am Klavier begleitet von Herrn Markus Sauter.
Spätestens als Frau Regina Bauer mit ihrem Orchester der Mittel- und Oberstufe „Magnificat“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ aufführte, wurde die Stimmung in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtkirche festlich und getragen.
Frau Ingrun Canzler schloss sich dann mit ihrem Unterstufenorchester an und es waren neben „Ukrainian Bell Carol“ und „Theme from Symphony Nr. 7“ auch „Jul, jul, stralande jul“ sowie „En stjerne skinner i natt“ zur hören, ein bewegendes, norwegisches Weihnachtslied, das sich im Titel mit „Ein Stern leuchtet heute Nacht“ übersetzen lässt. Von Norwegen ging es gleich im Anschluss mit Miriam Sauter und dem Chor der Mittel- und Oberstufe nach England: „Adeste Fideles“ und „Deck the Hall“ standen auf dem Programm und begeisterten die Zuhörer. Bei Jenkins´ „In duci jubilo“ schlossen sich den Oberstufensängern auch der Unterstufenchor an und bei „Hark! The Herald Angels sing“ waren alle Teilnehmer auf der Bühne, um zum Himmel hin zu singen und die Vorfreude auf Weihnachten auszudrücken.
Wenn Kinder und Jugendliche ihre kostbare Freizeit vor Weihnachten opfern, um gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu singen und zu musizieren, dann wird es Weihnachten, ungeachtet der frühlingshaften Temperaturen außerhalb und ungeachtet der schwierigen Zeiten, in denen diese jungen Menschen aufwachsen, dann gibt es immer Hoffnung und einen Stern in der Nacht.
Diese beurteilte die einzelnen Leseleistungen nach Kriterien wie Sprech- und Lesetechnik, Interpretation der Textstelle und Textauswahl. Wie schon in den Jahren zuvor, war es auch in diesem Jahr für die Jury keine leichte Entscheidung, denn alle Kandidaten zeigten - neben den großen Mut, sich auf die Bühne zu begeben - großes Talent als Vorleserin beziehungsweise Vorleser. Viviane Friedrich begeisterte die Jury - in diesem Jahr bestehend aus den Fachlehrerinnen Katharina Broszat, Gaby Mandl-Steurer, Juliane Maser und Karin Rippel sowie der Vorjahressiegerin Linnea Vienken - mit einer äußerst spannenden Textstelle zu einer finalen Begegnung zwischen Harry Potter und Lord Voldemort so sehr, dass sie zur Schulsiegerin bestimmt wurde. Im Rahmen der Preisverleihung erhielten alle Klassensiegerinnen und - sieger einen Buchpreis und für Viviane gab es noch zusätzlich ein besonderes Buch: „Das Haus der Krokodile“ von Helmut Ballot, das 1971 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und schon für die Lehrerinnen Rippel und Mandl-Steurer eine unvergessliche Leseerfahrung war. Für Cornelia Funke, die wohl bekannteste deutsche Kinderbuchautorin, ist das Lesen vor allem für Kinder lebenswichtig, denn dadurch würden sie begreifen, dass menschliche Fantasie nicht allzu viele Hilfsmittel brauche, um Welten zu bauen. Und Brücken, möchte man ergänzen, Brücken zu anderen Menschen.







