Musikalisches Feuerwerk zum Schluss des Schuljahrs

Sommerkonzert 2024 - Chor

Sommerkonzerte

Die Musik-AGs und Orchesterklassen des Friedrich-Abel-Gymnasiums luden zu ihren Sommerkonzerten ein und begeisterten die Zuhörer mit ihren über das Schuljahr einstudierten Stücken.

Chor & Big Band in Concert

Den Anfang machten der Chor und die Big Band am 18. Juni in der Peterskirche. Der Chor unter der Leitung von Frau Sauter eröffnete den Abend mit dem Song „Stand by Me“ von Ben E. King, der für Stärke, Loyalität und Vertrauen steht. Zuerst standen nur wenige Schülerinnen und Schüler auf der Bühne, aber im Laufe des Liedes füllte sich die Bühne mit den Sängerinnen und Sängern des Chors. Um Loyalität ging es auch in dem zweiten Lied „You’ve got a Friend“ von Carole King. Hier wird eine lebenslange Freundschaft gepriesen, bei der die Freunde immer füreinander da sind. Es folgte „Man in the Mirror“ von Ballad/Garrett. Hierin geht es darum, sein Verhalten zu reflektieren und selbst der Wandel zu sein, den man sehen will. Sich für Wandel einzusetzen war auch das Thema des offiziell letzten Songs „Heal the World“ von Michael Jackson. Nach lautem und langem Beifall sang der Chor noch eine Zugabe: „Don’t Stop Me Now“ von Freddie Mercury.
Nach einer Umbaupause ging es weiter mit der Big Band unter der Leitung von Herrn Sauter. Ihr erstes Lied „Happy“ von Pharrell Williams sollte das Thema des Abends zum Ausdruck bringen. Das Ziel der Big Band war es, die Zuhörer glücklich machen. Bei „Smooth Operator“ von H. Adu und R. St. John konnte kaum jemand still auf dem Platz sitzen bleiben. Weiter ging es mit dem Jazzstück „Birdland“, das nach einem legendären Jazzclub in New York benannt ist. Ebenfalls legendär war die Aufführung der Big Band. Weiter ging es mit dem Spiritual „Wait in the Water“ und mit dem Latin Song „Oy como va“ von Tito Puente. Bei „Oy como va“ heißt es übersetzt: Hör dir mal meinen Rhythmus an, er wird dir bestimmt gefallen. Den Zuhörenden an dem Abend hat es auf jeden Fall gefallen. Herr Sauter stellte beim letzten offiziellen Stück „Chameleon“ von H. Hancock alle Band-Mitglieder vor, die nach und nach beim Stück einstiegen. Nach dem letzten Lied wollte keiner gehen und „Zugabe“-Rufe wurden laut. Die Big Band verabschiedete sich mit der Zugabe „Final Countdown“. Das passte als letztes Stück des Abends, aber auch als letztes Lied der Abiturientinnen und Abiturienten, die dieses Jahr die Schule und damit auch die Big Band verlassen.

Sommerkonzert 2024 - BigBand

Die Abiturientinnen und Abiturienten hatte am Ende noch eine Überraschung parat. Sie sangen und spielten das Lied „I Will Survive“, arrangiert von der Abiturientin Barbara Linn. Sie bedankten sich anschließend bei Frau und Herrn Sauter für die Zeit in der AG. Auch wenn AGs immer zeitraubend seien, war die Zeit in der AG immer bereichernd, so die Absolventinnen und Absolventen. Frau und Herr Sauter bedankten sich mit Tassen bei den Abiturientinnen und Abiturienten für ihr langjähriges Engagement und die schöne Zeit in der AG.

Sommerkonzert

Am 01. Juli folgte das Konzert des Unterstufenchors, des Unterstufenorchesters und der Orchesterklassen im MVV-Pavillon.

Sommerkonzert 2024 - Unterstufenorchester

Der Unterstufenchor unter der Leitung von Herrn Albrecht sang drei Lieder, die sich die Schülerinnen und Schüler gewünscht hatten: „Viva la Vida“ von Coldplay, „Eine Sprache“ von Parallel und Cassandra Steen und „I Want It That Way“ von den Backstreet Boys. Den Abschluss ihres Auftritts bildete das von Herrn Albrecht ausgewählte Lied „Der Mond ist aufgegangen“, welches der Chor a capella sang.

Sommerkonzert 2024 - Unterstufenchor

Die Orchesterklasse 6 von Frau Burkhardt begeisterte mit den Soundtracks von „Star Wars“ und „Fluch der Karibik“. Auch hier war es der Wunsch der Schülerinnen und Schüler, Filmmusik zu spielen. Die Orchesterklasse 5 von Frau Canzler führte „Molak Molak – Dyrene i Afrika“ von Aage Stentoft auf und entführte die Zuhörerinnen und Zuhörer damit nach Afrika. Weiter ging es mit der „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven mit dem Text von Friedrich Schiller. Das letzte Lied der Orchesterklasse und damit das letzte Stück des Abends war die „Farandole“ von Georges Bizet.

Sommerkonzert 2024 - Orchesterklasse 5

 

Außerunterrichtliche Veranstaltungen im Fach Musik

Ein Streifzug durch die Musikaktivitäten!

In den letzten Monaten gab es im Fach Musik des Friedrich-Abel-Gymnasiums zahlreiche bemerkenswerte außerunterrichtliche Veranstaltungen, die das Schulleben bereichert und den Schülerinnen und Schülern einzigartige musikalische Erfahrungen ermöglicht haben. Die Neuntklässler besuchten ein Musical, die Orchesterklassen spielten für die Bewohner der Lebenshilfe, die Orchester- und Gesangsklassen 6 durften bei einer Probe des SWR Symphonieorchesters dabei sein und die siebten Klassen profitierten von einem Musizierworkshop von Mitgliedern des SWR Symphonieorchesters mit anschließendem Besuch eines Konzertes der besonderen Art.

Musicalbesuch „Fame“ der Klassen 9b und 9c

Fame

Dass der Weg zu ewigem Ruhm - „Fame“ - ein extrem steiniger ist, durften Schülerinnen und Schüler der Klassen 9b und 9c in Begleitung ihrer Musiklehrerin Judith Burkhardt und Fabienne Füß im Theater Pforzheim erfahren. Auch 40 Jahre nach Uraufführung ist die Thematik des Musicals durch permanent gesuchte Superstars aktuell: Den ganz großen Traum verwirklichen, das wollen auch hochmotivierte, junge Musiker, Tänzer und Schauspieler, die die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung an der renommierten High School of Performing Arts, New York, bestanden haben. Doch hinter dem glitzernden Vorhang des Show-Business treffen sie auf harte Arbeit, Schweiß und Existenzängste auf dem Weg zum Ruhm, den sie alle antreibt, und doch schaffen es nicht alle, sich im Bereich Schauspiel, Tanz oder Musik zu etablieren. Musikalisch untermalt durch Rhythmen aus Techno, Rap und Jazz stellen sich die Jugendlichen schließlich die Frage, was es ist, das am Ende wirklich zählt.

Märchenhafte Aufführung der Orchesterklasse 6 begeistert Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker e.V.

Orchesterklasse

Als Abschluss der gemeinsamen beiden Jahre in der Orchesterklasse luden die Sechstklässler mit ihrer Musiklehrerin Frau Burkhardt die Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker e.V. zu einer kleinen Aufführung ans FAG ein. OrchesterklasseDass die Jugendlichen nicht nur leidenschaftlich musizieren, sondern auch sehr gerne Theater spielen, stellten sie bereits beim Adventskonzert unter Beweis. So ist es nicht verwunderlich, dass auch dieses Mal ein Theaterstück mit Musik zur Aufführung kam, bei dem die musikalische Umrahmung allerdings von den Schülerinnen und Schülern selbst zusammengestellt wurde. Die gemeinsamen Orchesterstücke „Star Wars“ und „Fluch der Karibik“ wurden durch solistische Beiträge von Geige, Querflöte und Klavier ergänzt. Thematisch entführte die Klasse das begeisterte Publikum in die Welt der Märchen. Das Stück „Märchen aus der tausendundzweiten Nacht“ kombiniert auf amüsante Art und Weise bekannte Märchen wie „Das tapfere Schneiderlein“, „Der Wolf und die sieben Geißlein“, „Frau Holle“ sowie „Hänsel und Gretel“ und zauberte ein Lächeln in die Gesichter der Zuschauerinnen und Zuschauer.

Exklusiver Probenbesuch bei Stardirigent Teodor Currentzis und dem SWR Symphonieorchester

Probenbesuch bei Stardirigent Teodor Currentzis

Als Abschluss der beiden gemeinsamen Schuljahre, machten sich die Orchester- und die Gesangsklasse 6 mit ihren Musiklehrerinnen Frau Burkhardt und Frau Sauter auf in die Stuttgarter Liederhalle, um eine Probe des scheidenden Chefdirigenten Teodor Currentzis und des SWR Symphonieorchesters zu erleben. Geprobt wurde Benjamin Brittens berühmtes und zutiefst bewegendes „War Requiem“ (Kriegstotenfeier), das explizit zu Versöhnung statt Zwietracht aufruft und heute genauso aktuell ist wie zu seiner Entstehung nach dem 2. Weltkrieg und mit dem der Komponist sein pazifistisches Engagement eindrücklich in Musik fasste: „Ich widersage dem Krieg, und niemals wieder werde ich, direkt oder indirekt, einen anderen unterstützen oder billigen“.
Frau Bachmann, die beim SWR für die Musikvermittlung zuständig ist, gelang es, den Schülerinnen und Schülern altersgerecht und äußert einfühlsam einen Zugang zu diesem doch recht komplexen Werk zu vermitteln, indem sie zum einen dessen Entstehungsgeschichte erläuterte und zum anderen auf die verschiedenen Sinnebenen des Werks verwies, die durch die verschiedenen Besetzungen (Soli, Chöre und Orchester) verdeutlicht werden. Das SWR Symphonieorchester wurde durch das SWR Vokalensemble, den London Symphony Chorus, den Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart und die drei bekannten Solisten Irina Lungu (Sopran), Allan Clayton (Tenor) und Matthis Goerne (Bariton) ergänzt. So standen insgesamt 132 Musiker auf der Bühne, die uns zu Beginn der Probe begrüßten.
Die Interaktion zwischen dem Dirigenten, Teodor Currentzis, und den Mitwirkenden, die aufgrund der internationalen Beteiligung auf Englisch stattfand, war für die beiden Musikklassen von besonderem Interesse. So war es beeindruckend zu erleben, dass das Musikstück trotz „richtiger Töne“ immer wieder unterbrochen und einzelne Abschnitte mehrfach wiederholt wurden.
Ein weiteres Highlight waren die Musikerinterviews, bei denen Fragen zu musikalischem Werdegang, Musikeralltag und Instrumenten beantwortet wurden. Für die Orchesterklasse stand der Klarinettist Ivo Ruf Rede und Antwort, stellte die Es-Klarinette vor, die im „War Requiem“ zum Einsatz kommt, und musizierte für uns abschließend ein Musikstück, das den Charakter und die vielfältigen Klangfarben der Klarinette zur Geltung brachte. Die Gesangsklasse wurde vom Bassisten Torsten Müller, einem Mitglied des SWR Vokalensembles, in Empfang genommen. Der in Unterriexingen wohnhafte Sänger begeisterte die Schülerinnen und Schüler mit einer Darbietung und seiner freundlichen Art, mit der er die interessierten Fragen beantwortete.
Am Ende der Orchesterprobe waren sich alle einig, dass Benjamin Brittens „War Requiem“ ein höchst komplexes, aber auch total faszinierendes Werk ist und es somit nicht überrascht, dass sämtliche Aufführungen von Teodor Currentzis‘ Abschiedskonzert nach nur zwei Stunden ausverkauft waren. Glücklicherweise ist das Konzert, wie übrigens die meisten Konzerte des SWR Symphonieorchesters, per Livesendung in SWR Kultur und per Video-Stream auf SWR.de/so zu hören bzw. zu sehen, so dass der geprobte Werkausschnitt des „War Requiem“ im Kontext erlebt werden kann.

Probenbesuch

Konzert und Musizierworkshop des SWR Symphonieorchesters

Musizierworkshop des SWR Symphonieorchesters

Ein Schülerkonzert der besonderen Art erlebten die Klassen 7a, d und e in der Liederhalle Stuttgart. Schon der Titel des Konzerts „POV ON CLASSIC“ versprach Außergewöhnliches. So spielte das SWR Symphonieorchester unter der Leitung von Jascha von der Goltz nicht nur wie gewohnt das Werk eines Komponisten, sondern Sätze aus Sinfonien von Schubert, Beethoven, Schumann und Brahms. Darüber hinaus wurden diese Klassik-Hits mit Projektionen von live cams begleitet, die es dem Publikum ermöglichten, maximal nah am Geschehen zu sein. Der Blick von unterschiedlichen Standpunkten und die damit verbundenen Fragen, wo es denn am besten klingt und ob man nur mit den Ohren oder auch mit den Augen hört, wurde durch Platzwechsel zwischen den Sätzen auf den Grund gegangen. So wechselten die Jugendlichen zwischen Parkett und Empore, aber auch innerhalb eines Ranges die Seiten. Manch einen trafen die Kompositionen der großen Meister aber auch bei geschlossenen Augen direkt ins Herz, sodass das Orchester erst nach einer Zugabe begeistert entlassen wurde.
Musik am FAGVorbereitend auf das Konzert luden die beiden Musiklehrerinnen Frau Sauter und Frau Burkhardt Mitglieder des SWR Symphonieorchesters zum Musizierworkshop „Klingendes Klassenzimmer“ ans FAG ein, um einen Ausschnitt eines im Konzert zu hörenden Werkes gemeinsam zu musizieren. Hierbei konnte jeder unabhängig seiner musikalischen Vorerfahrungen mitmachen und das Ganze mündete in einer Tonaufnahme. Musik am FAGDes Weiteren gaben Frau Bachmann (Musikvermittlung), Herr Dönneweg (Solo-Fagottist) und Frau Körner (Stimmführerin der 2. Violinen) spannende Einblicke in die Arbeitswelt der Profimusiker beim SWR Symphonieorchester. Etwas Besonderes waren auch die Soloeinlagen der Musiker und das Musiziererlebnis mit einem Berufsmusiker wird allen Beteiligten mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben.

Musik am FAG
Ein Bericht von Frau Burkhardt

 

Interesse an der Informatik zahlt sich aus!

1. und 2. Preise beim Jugendwettbewerb Informatik 2024

Am Informatik-Biber-Wettbwerb nehmen immer fast alle FAG’ler teil. Die Teilnahme am Jugendwettbewerb Informatik (JWINF) ist jedoch zusätzlich. Im Jugendwettbewerb Informatik werden Algorithmen für Probleme gesucht, die visuell, mit Blöcken programmiert werden. Dabei geht es meist um Roboter, die um Hindernisse fahren müssen oder um Eingaben, die in bestimmter Form wieder ausgegeben werden sollen.


Preise beim JWINF 2024Damit das gut funktioniert, konnten sich die Schülerinnen und Schüler in der Informatik-AG, im Informatikunterricht oder zu Hause mit Trainingsaufgaben der Bundesweiten Informatikwettbewerbe (BWINF) online vorbereiten. 51 interessierte Schülerinnen und Schüler haben sich im April und Mai in ein oder zwei Runden jeweils 60-80 Minuten Zeit genommen und online am Wettbewerb teilgenommen. Laut dem BWINF lohnt es sich bei den Informatikwettbewerben mitzumachen, da man erste Programmiererfahrungen sammeln kann, motivierende Aufgaben zum Trainieren mit direkter Rückmeldung bekommt, Neues kennenlernen und eigene Interessen entdecken kann und es außerdem Urkunden und Preise gibt! Die Preise und Urkunden sind nun am FAG angekommen und konnten nun übergeben werden. Jeweils mit einer Gravur des JWINF‘s gab es einen Textmarker, einen Gelstift, ein Fahrradreparaturwerkzeug, ein Bildschirmputztuch und ein Mousepad. Darüber konnten sich 14 FAG’ler freuen. Auf dem Bild sind ein paar von Ihnen zu sehen.
Einige Preisträger

 

 


Calliope-MiniDer Jugendwettbewerb Informatik ist ein weiterer Baustein für die MINT-Ausbildung am FAG. Auch in anderen Bausteinen hat sich in diesem Schuljahr etwas getan: mBotFür die MINT-AG wurden in diesem Jahr Calliope-Mini vom Bildungspartner Trumpf gesponsert und für die Informatik-AG konnte aus Geldern der Vektorstiftung MBots, kleine Autos mit Sensoren, die viele Programmiermöglichkeiten bieten, angeschafft werden. Und davon sind die Schülerinnen und Schüler ganz begeistert!

Im Finale des “Racconto d’Autrice“ Lesewettbewerb in Stuttgart

Italienischvorlesewettbewerb

Sebastian Scutelnic aus der 9c mit hervorragenden 3. Platz

FAG – Das italienische Kulturinstitut Stuttgart (IIC) führt jedes Jahr einen Italienisch-Vorlesewettbewerb durch, bei dem die besten Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ausgezeichnet werden. Sebastian aus der 9c des FAG hat in diesem Jahr das Finale erreicht und dort unter 40 anderen Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 einen hervorragenden dritten Platz erzielt. Mit seiner Lesung “Testo di Alessandra Carati per il “Racconto d‘Autrice 2024” überzeugte er die Jury. “Dies ist besonders bemerkenswert, da Sebastian Italienisch erst im zweiten Jahr hat und er einen authentischen literarischen Text auf so hervorragende Weise vorlesen konnte“, unterstrich seine Italienischlehrerin Frau Caterina Ziebert.
Alessandra Carati ist eine bekannte italienische Schriftstellerin, die mit dem Roman „E poi saremo salvi“ den begehrten „Premio Viareggio – Répaci Opera Prima“ gewann. Sebastian hat sich sehr über die Urkunde und ein Buchgeschenk gefreut, dass ihm der Direktor des IIC, Dott. Giuseppe Restuccia, überreicht hat. Dieser wies in seiner Rede daraufhin, dass es diesen Wettbewerb bereits seit 24 Jahren gibt und sie stolz sind, jedes Jahr die besten Schülerinnen und Schüler auszuzeichnen.

Ein Bericht von Frau Ziebert

Abiturpreise 2024

Preise für Abiturientinnen und Abiturienten

Die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten des Friedrich-Abel-Gymnasiums beeindruckten nicht nur mit ihrem Durchschnitt von 2,25, sondern auch mit den zahlreichen Preisen, die ihnen verliehen wurden. Es folgen beispielhaft zwei Berichte zu diesjährigen Preisträgern.

Anton Walz erhält württembergischen Geschichtspreis

Zugegeben, der Name ist sperrig: Abiturientenpreis des Württembergischen Geschichts- und Altertumvereins. Für Anton Walz, Abiturient des Friedrich-Abel-Gymnasiums, ist der Name aber zweitrangig, er gehört zu den diesjährigen Preisträgern aus ganz Württemberg. Der einzige externe Abiturientenpreis im Fach Geschichte wird für sehr gute Leistungen im Fach Geschichte vergeben, darüber hinaus ist besonderes Engagement bei der Beschäftigung mit einem landes¬geschicht¬lichen Thema notwendig. Anton Walz forschte dabei zur Modernität des Konzentrationslagers Vaihingen/Enz. Zudem engagierte er sich in einem Projekt der KZ-Gedenkstätte Vaihingen, indem er eine neue Besucherinformationsbroschüre für den Gedenkstättenbesuch entwarf. Der Preis, der im Rahmen der Abiturfeier überreicht wurde, beinhaltet einen Buchpreis und eine zweijährige kostenlose Mitgliedschaft im WGAV. Anton Walz hat damit die Möglichkeit, sich weiterhin intensiv mit der Landesgeschichte auseinanderzusetzen.

Geschichtspreis 2024

Erfolgreiche Teilnahme bei Jugend forscht

Über einen Preis konnte sich Jule Wilhelm, Schülerin des FAGs, beim Regionalwettbewerb Jugend forscht Pforzheim / Enz am 22. und 23. Februar 2024 freuen. Der an der Hochschule Pforzheim ausgetragene Wettbewerb bot insgesamt 83 Teilnehmern die Chance, ihre Projekte der Jury und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Vorgestellt wurden 49 Projekte aus den naturwissenschaftlichen Teilbereichen der Biologie, Chemie, Arbeitswelt, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Neben acht weiteren Projekten des selben Teilbereichs vertrat Jule Wilhelm mit ihrem Projekt „Untersuchung der Nutzbarkeit von Chlorella Vulgaris, ausgehend von Mikroskopieaufnahmen“ das Friedrich-Abel-Gymnasium in der Kategorie Biologie.
Das Projekt überzeugte die Fachjuroren des Wettbewerbes und brachte Jule einen 3. Preis und ein Preisgeld ein, die von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gestiftet wurden. In derselben Kategorie wurden noch zwei erste Plätze vergeben. Der zweite Rang blieb unbesetzt.

Erfolgreiche Teilnahme Jugend forscht
https://engineeringpf.hs-pforzheim.de/fileadmin/user_upload/uploads_redakteur_technik/01_Newsformate/03_Angebote_fuer_Schueler_innen/08_Jugend_Forscht/18124001_Wettbewerbsbuch_RZ_web.pdf

 

Abitur 2024

Abiturienten 2024

Das Friedrich-Abel-Gymnasium feiert seine 72 Abiturientinnen und Abiturienten

Am 05.07.2024 wurde den 72 Abiturientinnen und Abiturienten des Friedrich-Abel-Gymnasiums in der Halle im See das Abschlusszeugnis verliehen. Herr Damp, Schulleiter des Friedrich-Abel-Gymnasiums, betonte, dass sein Respekt und herzlicher Glückwunsch an alle gehe, unabhängig vom Notendurchschnitt. Herr Damp entließ sie mit den Worten, dass ein aufregender und erfolgreicher Weg vor ihnen liege und er ihnen dafür alles Gute wünsche.
Bei der Zeugnisverleihung und anschließenden Verleihung der Preise fallen die vielen guten und sehr guten Ergebnisse auf. Der Durchschnitt des Jahrgangs von 2,25 beeindruckt sehr. Sechs Schülerinnen und Schüler bekamen für ihren Durchschnitt eine Belobung: Marina Elsenhans, Samuel Florus, Daniel Grau, Antonia Hofmann, Mohammed Mansour und Anja Rau.
Beeindruckende 28 Schülerinnen und Schüler erreichten einen Durchschnitt von besser als 2,0 und erhielten dafür einen Preis: Mahir Beldek, Markus Botsch, Felicia Brett, Jan Dettweiler, Luisa Kinzinger, Vanesa Koeva, Fabian Kopf, Marc Kumme, Caroline Lanz, Jannik Lindner, Barbara Linn, Maximilian Lischeck, Tamia Macho, Julian Model, Aline Noack, Alexandra Odenbreit, Flora Ohms, Tami Olbrich, Julian Raisch, Silas Rostan, Amelie Schaßberger, Emma Schweizer, Mia Tornow, Niklas Vollmer, Anton Walz, Marco Wenz, Guiliana Wessel und Jule Wilhelm.

Abiturienten mit Preisen


Gleich zwei Schülerinnen schafften einen sensationellen Noten-Durchschnitt von 1,0 und erhielten dafür zusätzlich den Preis der VR-Bank: Amelie Schaßberger und Giuliana Wessel. Caroline Lanz bekam den FAG-Zimmermann-Preis für ihr langjähriges Engagement für die Schulgemeinschaft.
In den Fremdsprachen wurden vier Preise verliehen. Der Fremdsprachenpreis Latein „Humanismus heute“ und der Feltrinelli-Buchpreis des Istituto Italiano di Cultura di Stoccarda ging an Giuliana Wessel. Die beiden Fremdsprachenpreise Englisch von Blessings4you gingen an Alexandra Odenbreit und Vanesa Koeva.
Im Fach Mathematik gingen die beiden Preise der deutschen Mathematikvereinigung an Amelie Schaßberger und Jule Wilhelm. In den Naturwissenschaften wurden sechs Abiturientinnen und Abiturienten geehrt: Den Abiturientenpreis der Gesellschaft deutscher Chemiker bekam Markus Botsch und den Häcker-Chemiepreis Anton Walz. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft verlieh einen Buchpreis und eine Mitgliedschaft an Marco Wenz und drei Mitgliedschaften an Amelie Schaßberger, Niklas Vollmer und Anton Walz. Der Trumpf-NwT-Preis ging an Niklas Vollmer und Amelie Schaßberger.
In den Gesellschaftswissenschaften gab es den Landespreis des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins für Anton Walz, den Südwestmetall Fachpreis Wirtschaft für Julian Model und den Geographie Fachpreis für Julian Raisch.
Das Friedrich-Abel-Gymnasium verlieh Jule Wilhelm den Fachpreis Sport. Im Fach Religion ging der Paul-Schempp Preis an Giuliana Wessel und der Bischof-Sproll-Preis an Barbara Linn.
Der Musik Fachpreis ging an Giuliana Wessel. Weitere Fachpreise im Bereich Musik gingen an Antonia Hofmann und Lena Angermaier für ihre Arbeit im Orchester, an Felicia Brett für ihr Engagement in der Big Band und an Marina Elsenhans, Caroline Lanz und Barbara Linn für ihren Einsatz im Chor. Alexandra Odenbreit bekam den Fachpreis Theater für ihr Wirken in der Theater-AG.
Der Vaihinger Sonderpreis Bildende Kunst zusammen mit einer Bild-Rahmung der Galerie Burkhardt wurden Emma Schweizer überreicht.
Jule Wilhelm wurde der Scheffelpreis verliehen, der den besten Deutsch-Abiturienten verliehen wird. Am Friedrich-Abel-Gymnasium ist es Tradition, dass die Gewinnerinnen und Gewinner des Scheffelpreises die Rede der Abiturientinnen und Abiturienten halten.
Jule Wilhelm begann ihre Rede mit allgemeinen Danksagungen und Floskeln und offenbarte dann, dass dieser Teil der Rede von der Künstlichen Intelligenz Chat GPT verfasst wurde, dem ständigen Begleiter der Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe. Sie zeigte mit dem zweiten persönlichen Teil der Rede, den sie selbst verfasst hatte, was künstliche Intelligenzen nicht können. In diesem Teil der Rede fasste Jule Wilhelm ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Erlebnisse und Anekdoten der letzten zwei Schuljahre zusammen. Die Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedeten sich mit einem selbstgeschriebenen Lied. Im Lied warfen sie die Frage auf: „Wo geht es jetzt weiter?“. Und auch wenn sie darauf noch keine klare Antwort haben, wissen sie, dass sie das alles hinbekommen.
Die Elternsprecherin der Jahrgangsstufe, Nicole Lanz, rührte mit ihrer emotionalen Rede aus Elternsicht den Saal zu Tränen. Sie sprach davon, dass sie als Eltern die Abiturientinnen und Abiturienten auf ihrem Schulweg unterstützt, ermutigt, getröstet und sich mit ihnen gefreut haben. Nicole Lanz wünscht den Absolventinnen und Absolventen, dass sie ihren weiteren Weg mit Mut und Entschlossenheit weitergehen, den Beruf finden, der ihnen Freude bereitet, und einfach glücklich sind.

Elternbeitrag bei der Abiturfeier 2024


Zum Abschluss sangen die Eltern den Absolventinnen und Absolventinnen noch ein selbstgeschriebenes Lied. In dem Lied sangen sie davon, dass der Abschied vom FAG schwer fällt, aber sich alles fügen wird: „FAG – ade“.

Schüler des FAG auf Spurensuche

10a auf Spurensuche

Ausstellung “Auftakt des Terrors“ – Schüler des FAG auf Spurensuche

Heute kennen viele die Namen der großen Konzentrations- oder Vernichtungslager wie Buchenwald und Auschwitz, aber nur wenige haben von frühen Konzentrationslagern wie beispielsweise Ahrensbök oder Breitenau gehört. Die KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz e.V. zeigte vom 12.-27. April 2024 die Ausstellung „Auftakt des Terrors“ der Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten früherer Konzentrationslager“, in der bundesweit 17 Einrichtungen vertreten waren, in Vaihingen im „Kurz im Kern“. Die Ausstellung wurde anlässlich des 90. Jahrestags der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 von den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft erarbeitet. Die Klasse 10 a vom Friedrich-Abel-Gymnasium machte sich auf den Weg, um in der Ausstellung auf Spurensuche zu gehen.

Die heute weithin unbekannte Geschichte der früheren Konzentrations- und Vernichtungslager wurde mit der Ausstellung „Auftakt des Terrors“ einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Anhand von elf Themenstationen beleuchtete die Ausstellung die Rolle, Funktion und Bedeutung früherer Konzentrationslager in der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei wurden zahlreiche Biografien von Verfolgten und Tätern dargestellt. Diese veranschaulichten, wie die Konzentrationslager zur Errichtung und Absicherung der nationalsozialistischen Herrschaft beitrugen.
Die einzelnen Inhalte der Stationen beleuchteten unter anderem den Weg Deutschlands in die Diktatur, die Massenverhaftungen 1933, die Haftorte und Zuständigkeiten, die Kommandanten und Wachmannschaften sowie die Häftlinge. Auch die Haftbedingungen, Formen der Gewalt und Morde sowie auch die Nachbarschaft der Lager und die Öffentlichkeit waren Thema einzelner Stationen. Die Klasse 10a wurde von ehrenamtlichen Mitarbeitern in die Ausstellung eingeführt und konnte sich mittels eines Umfragebogens zu den einzelnen Stationen einiges an Wissen über die früheren Konzentrations- und Vernichtungslager aneignen.

Die 15 Lager, an die in den Gedenkstätten erinnert wird und die an der Ausstellung beteiligt sind, bilden dabei den Ausgangspunkt. Sie sollen so ein Beispiel für die mehr als 90 frühen Konzentrationslager im Deutschen Reich darstellen. Gegner des NS- Regimes wurden in solchen in sogenannte “Schutzhaft“ genommen und schnell mundtot gemacht. Im gesamten Deutschen Reich entstanden Konzentrationslager, in denen politische Oppositionelle eingesperrt, gefoltert und ermordet wurden. Sie dienten auch dazu, die Bevölkerung einzuschüchtern und abzuschrecken. Und so erging es auch dem ein oder anderen aus der Klasse mit den Bildern der Ausstellung: Die Gewalt und das Unrecht lassen auch heute noch junge Menschen nicht kalt.

Die Schülerinnen und Schüler der 10 a erhielten auch einen kurzen Einblick in das Thema der Entstehung und der früheren Ansätze des nationalsozialistischen Regimes:
Am 30. Januar 1933 wurde die Regierung Deutschlands von den Nationalsozialisten übernommen. Millionen von Menschen wurden entrechtet, unterdrückt, ermordet, verfolgt und eine terroristische Diktatur währenddessen aufgebaut. Bei der Durchsetzung und Sicherung der nationalsozialistischen Herrschaft spielten die Konzentrationslager (KZ) eine bedeutende Rolle. Sie wurden in den ersten Monaten der NS- Diktatur eingerichtet und zum Teil schon nach wenigen Wochen oder Monaten wieder geschlossen. Das nationalsozialistische Regime erprobte dort viele Instrumentarien der Gewalt. Gekennzeichnet war der Weg in den millionenfachen Massenmord damit noch nicht, aber geebnet. Die früheren Konzentrationslager markierten eben diesen Auftakt des Terrors, an dem gerade in unserer Zeit unbedingt erinnert werden muss.

Sophie Bauer, 10a

Aktion für Demokratie und Vielfalt

Demokratie stark machen!

#Ich steh auf

Das Friedrich-Abel-Gymnasium macht sich stark für Demokratie

Am Donnerstag, dem 06.06.2024, hat das FAG an der Aktion „#IchStehAuf – Schulen für Demokratie und Vielfalt“ der Robert-Bosch-Stiftung, der Heidehof-Stiftung mit der ARD und Zeitverlagsgruppe unter der Schirmherrschaft von Frank Walter Steinmeier teilgenommen. Die Schulgemeinschaft versammelte sich auf dem Schulhof, um ein Foto zu machen, mit dem Ziel, Menschen dazu zu bewegen, bei der Europawahl und Kommunalwahl ein Zeichen für Demokratie zu setzen und wählen zu gehen.
Ich steh auf für Demokatie
Vielfältige Plakate zeigten das politische Engagement der Schülerschaft und das Interesse daran, die Demokratie in Deutschland zu stärken. Zu lesen waren Titel wie „better together“, „Gemeinsam für unsere Zukunft“ und „Deutschland bleibt bunt“.

Theater am FAG

Theater im Kiosk

Schwere Kost am Imbisswagen?

Imbisswagen im Schulhof?Ein Imbisswagen auf dem Schulhof? Ob es heute wohl Burger in der großen Pause gibt? Das fragten sich viele Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Abel-Gymnasiums am vergangenen Mittwoch, als sie am Morgen den Schulhof betraten. Doch ein Blick auf die Rückseite des Trailers zeigte sehr schnell, dass es sich mitnichten um eine kulinarische als vielmehr um eine kulturelle Bereicherung des Schulalltags handelte: Lokstoff!, das Stuttgarter Theaterkollektiv mit seinem speziellen Schwerpunkt auf „Theater im öffentlichen Raum“ war für ein Gastspiel für die 9. und 10. Klassen angereist. Eine Bereicherung und eine spannende Abwechslung war es aber auf jeden Fall, da waren sich die Schülerinnen und Schüler nach der Vorstellung sehr schnell einig.
„Sophies Mind*truck“ heißt das Theaterstück, das Lokstoff! unter dem Eindruck der Corona-Pandemie entwickelte und dessen Thema trotz Ende der Gesundheitskrise immer noch sehr aktuell ist: Verschwörungsmythen und was diese mit den Menschen und auch mit Familien und Freundschaften machen. Das Stück spielt an einem „Imbisswagen“, den das Schauspielkollektiv mit seinem Technikteam immer dort aufbaut, wo gespielt werden soll, in diesem Fall eben im Schulhof des Friedrich-Abel-Gymnasiums. An diesem Mikrokosmos rund um ein Grundbedürfnis des Menschen – das Essen – werden auch die Schwierigkeiten anderer Grundbedürfnisse der Menschen verhandelt: Familie, die Vorstellung vom persönlichen Glück, finanzielle Zwänge und der Versuch, die aus den Fugen geratene Welt zu erklären.
Sophie betreibt mit ihren beiden Töchtern den Imbisswagen, in dem all ihr Erspartes steckt. Die eine Tochter möchte eigentlich lieber studieren und finanziert den Imbisswagen zum Großteil mit den Einnahmen ihres youtube-Kanals, den die anderen Familienmitglieder eher kritisch sehen. Die andere Tochter möchte eigentlich mehr für die Rettung der Welt als für das schnelle Essen der Kunden tun und sucht einen Weg, beides in Einklang zu bringen und auch noch die anderen Familienmitglieder von der Notwendigkeit aller möglichen Regeln für das Zusammenarbeiten zu überzeugen. Und Sophie wäre eigentlich lieber als Aussteigerin in Mexiko als sich um Imbisswagen, Familienzusammenhalt und die pflegebedürftige Mutter im Altenheim zu kümmern. Dieses fragile Familienkonstrukt bringt nun ein Kunde mit seinem Verschwörungsmythos vom „gefährlichen Wasser“ zum Zerbersten.
Theater im SchulhofSo wurde auf dem Schulhof vor den Augen der Schüler gestritten, gelacht, geweint und am Ende auch gecatched – alles, aber keine einfache Lösung für eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft geboten: wie finden wir alle wieder zusammen trotz unterschiedlicher Träume, Ziele und Internet-Bubbles, in denen jeder seine eigene Wahrheit finden kann. Denn das ist es ja, was Verschwörungsmythen bieten: sie gaukeln Halt und Erklärung vor in einer schwankenden und komplizierten Welt.
Und genau das wollte Lokstoff! nicht bieten mit ihrem Stück: eine vereinfachte Lösung dieses schwierigen Problems, wie die Schauspielerin Kathrin Hildebrand im anschließenden Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern sehr deutlich machte. Das Stück will auch nicht verurteilen oder Menschen, die an solche Mythen glauben, ins Lächerliche ziehen, sondern zeigt Menschen am Limit, die ihren Weg durchs Leben suchen und unterschiedlich empfänglich sind für Erklärungen, die einem verführerisch erscheinen.
Diese spalterische Kraft wurde sehr eindrücklich vorgeführt. Die Lösung zu finden bleibt Aufgabe von uns allen, junger und älterer Generationen unserer Gesellschaft.
Insofern verließen die Schülerinnen und Schüler den gewohnten Schulhof nach diesem außergewöhnlichen Theatererlebnis um einige Erkenntnisse reicher und sensibilisiert für die Verführungskraft solcher Verschwörungsmythen, aber nicht abgefertigt mit der Illusion einer einfachen Lösung für die Zentrifugalkräfte unserer Zeit.

Bericht verfasst von Sarah Wolf

Neue Bildungspartnerschaft

Bildungspartnerschaft mit der KZ-Gedenkstätte

Gemeinsames Bekenntnis zur Erinnerung

Die KZ-Gedenkstätte in Vaihingen an der Enz und das Friedrich-Abel-Gymnasium sind offiziell Bildungspartner

Die Zusammenarbeit zwischen der KZ-Gedenkstätte in Vaihingen an der Enz und dem Friedrich-Abel-Gymnasium besteht seit fast 15 Jahren. Seit dem 05.06. ist es eine offizielle Bildungspartnerschaft.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Laura Gerhard, eine Schülerin der Jahrgangsstufe 1, an der Querflöte. Sie wählte das melancholische Musikstück „Sicilienne“ von Gabriel Fauré, um in das gemeinsame Erinnern an Deutschlands dunkelste Stunden einzustimmen.
Interesse an der BildungspartnerschaftAnschließend begrüßte Herr Damp, Schulleiter des Friedrich-Abel-Gymnasiums, die Vertreterinnen und Vertreter der KZ-Gedenkstätte in Vaihingen an der Enz, die anwesenden Lehrkräfte und die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler, die vertretend für die Schülerschaft des FAGs anwesend waren. Er betonte die Wichtigkeit der Erinnerung und Bildung, um Lehren aus dem dunklen Kapitel der Geschichte zu ziehen. Er bedankte sich bei den Vertreterinnen und Vertretern der KZ-Gedenkstätte für ihre Arbeit, die von unschätzbarem Wert sei, und bei Herrn Walf, Fachvorsitzender der Fachschaft Geschichte, der die Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte seit 2009 pflegt. In der Vergangenheit gab es bereits gemeinsame Projekte wie ein Theaterstück 2015 über das KZ Vaihingen und eine gemeinsam erarbeitete Ausstellung mit einem Straßburger Lycée zu KZ-Außenlagern. Zudem besuchen jedes Jahr auf Initiative der Geschichte-Fachschaft die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler die KZ-Gedenkstätte, und die Gedenkfeier zur Befreiung des Lagers in Vaihingen wird jedes Jahr von Schülerinnen und Schülern des FAGs mitgestaltet. Uwe Jansen, Vertreter der KZ-Gedenkstätte, bezog sich in seiner Rede auf den 75-jährigen Geburtstag des Grundgesetzes und hob hervor, wie wichtig die im Grundgesetz verankerte, unveräußerliche und unantastbare Würde jedes Menschen sei. Laut Herrn Jansen sei das ein Grund, jeden Tag zu feiern.
SchüleranspracheLeander Pfeiffer, Schüler der Jahrgangsstufe 1, der sich seit Jahren in Projekten der Gedenkstätte engagiert, betonte in seiner Rede, wie wichtig es sei, dass sich heutige Generationen erinnern, damit sich die Geschichte nicht wiederhole. Er wolle seinen späteren Kindern sagen können, dass er sich für die Menschlichkeit, Toleranz und Verständigung eingesetzt habe.
Am Ende der bewegenden Veranstaltung wurde die Bildungspartnerschaft durch die Unterschriften des Vorstandssprechers der KZ-Gedenkstätte, Rainer Mayer, und des Schulleiters Herrn Damp besiegelt.